Bereits
waehrend seiner Schulzeit komponierte Bohlen Musik. Ab Ende der 1970er Jahre
komponierte er und produzierte fuer den Hamburger Musikverlag „Intersong“
zahlreiche Schlagerkuenstler, zeitweise war er Mitglied der Berliner
Gesangsgruppe Sunday. Ab 1980 arbeitete er als Produzent fuer die Berliner
Schallplattenfirma Hansa und versuchte sich als Solokuenstler unter dem
Pseudonym „Steve Benson“. Die erste Single hiess Don’t Throw My Love Away. Es
folgten noch zwei weitere Singles mit den Titeln Love Takes Time und (You’re a
Devil With) Angel Blue Eyes. Keine dieser Singles schaffte es in die Top 100,
was 1981 zur Aufl?ung des Projektes fuerrte. 1983 nahm Dieter Bohlen erstmals am
Grand Prix Eurovision de la Chanson teil. Bernd Cluever sang den von Bohlen
komponierten Titel mit 17 und belegte damit in der Vorausscheidung den dritten
Platz.
Das Privatleben des Pop Titans Dieter Guenther Bohlen
m Jahr 1983 heiratete er seine langj?rige Freundin Erika Sauerland, mit der er
drei Kinder hat. Im Jahr 1989 trennten sich die beiden, und Bohlen begann eine
Beziehung mit Nadja Abd el Farrag. 1996 trennte sich das Paar und Bohlen
heiratete Verona Feldbusch. Die Ehe hielt nur einen Monat, und Feldbusch gab als
Scheidungsgrund an, von Bohlen geschlagen worden zu sein, was dieser bis heute
bestreitet. Von 1997 bis 2000 war er erneut mit Abd el Farrag liiert. Bis August
2006 lebte er mit Estefania K?ter zusammen, mit der er einen Sohn hat. Seit
Herbst 2006 ist Dieter Bohlen mit Fatma Carina Walz (* 1984) liiert.
Seine Autobiografie Nichts als die Wahrheit (geschrieben in Zusammenarbeit mit
der Bild-Journalistin und Ehefrau von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, Katja
Kessler) wurde 2002 zu einem Bestseller und erhielt 2003 den Medienpreis Goldene
Feder. Die Erstauflage des zweiten Buches des Autoren-Duos Bohlen und Kessler,
Hinter den Kulissen, enthielt eine Vielzahl von Einzelheiten ?er verschiedene
Prominente. Einige der Betroffenen (unter anderem sein ehemaliger Partner Thomas
Anders) erwirkten per einstweiliger Verfuerung, dass der Verkauf der Erstauflage
eingestellt und nur noch Fassungen ohne die von ihnen beanstandeten Behauptungen
vertrieben werden durften. Der Produzent Frank Farian reagierte seinerseits mit
dem Buch Stupid dieser Bohlen.
In der ZDF-Show Unsere Besten wurde Bohlen 2003 in einer Zuschauerumfrage auf
Platz 30 der „gr?ten Deutschen“ gew?lt. Im Herbst 2004 sollte Dieter – Der Film
in die Kinos kommen, die Ver?fentlichung wurde jedoch kurzfristig auf 2005
verschoben. Kurz darauf wurde die Ver?fentlichung in Kinos von Universum Film
abgesagt. Als offizielle Begr?dung gab Universum Film an, dass der Zeitpunkt
fuer diesen Kinofilm nicht mehr passend sei. Der Hintergrund dieser Entscheidung
war sicherlich auch der zu diesem Zeitpunkt abgeflachte Hype um Dieter Bohlen.
So erschien der Film lediglich als Fernsehfilm und auf DVD. Bei dem Film handelt
es sich um einen satirischen Zeichentrickfilm, dessen Vorlage Dieter Bohlens
Biografie Nichts als die Wahrheit ist. Bohlen synchronisierte sich nicht selbst,
sprach aber den Erzaehler. Regie fuehrte Michael Schaack.
Im Jahr 2008 veroeffentlichte er das Buch "Der Bohlenweg – Planieren statt
Sanieren", das sich ernsthafter mit seiner Karriere befasst und als Ratgeber
angelegt ist.
Hier eine Liste der von Dieter Bohlen produzierten Titel
Nachdem Bohlen mit dem Schlagersaenger Thomas Anders ab 1982 sechs Singles
mit deutschen Texten erfolglos ver?fentlicht hatte, produzierte er im Herbst
1984 das Bohlen/Anders-Duo Modern Talking. Es erzielte Erfolge in europaeischen,
asiatischen und afrikanischen Hitparaden. In den Jahren 1985 und 1986 erreichte
die Band in Deutschland mit den Titeln You’re My Heart, You’re My Soul, You Can
Win If You Want, Cheri Cheri Lady, Brother Louie und Atlantis Is Calling (S.O.S.
for Love) fuerf Mal Platz 1 der deutschen Single-Charts. 1987 trennten sich
Modern Talking im Streit. Bohlen produzierte und schrieb danach fuer andere
Interpreten, unter anderem fuer die von ihm entdeckte C. C. Catch (Heartbreak
Hotel). Unter dem Namen Blue System (Under My Skin) trat er weiterhin selbst
auf. 1998 fanden sich Modern Talking erneut zusammen, trennten sich aber 2003
erneut.
1986 schrieb Bohlen fuer die Tatort-Episode Der Tausch den Titel Midnight Lady,
den der ehemalige S?ger von Smokie, Chris Norman, sang. Der Titel wurde
ebenfalls ein Nummer-eins-Hit. In der Tatort-Folge Moltke (mit Goetz George als
Schimanski und Eberhard Feik als Kommissar Thanner) stammt der Titelsong Silent
Water von Dieter Bohlen; als vierte Blue-System-Single wurde er im Dezember 1988
veroeffentlicht. 1989 gewann Bohlen mit seinen Liedern die Grand-Prix-Vorentscheidungen
in Deutschland und Oesterreich. Nino de Angelo trat fuer Deutschland mit dem
Lied Flieger an und belegte beim Grand Prix Platz 14. Thomas Forstner trat mit
dem Titel Nur ein Lied fuer ?terreich an und erreichte den fuerften Platz. 1992
trat Tony Wegas fuer ?terreich mit dem von Bohlen komponierten Song Zusammen
geh’n beim Grand Prix an und belegte den zehnten Rang. 1997 beendete Bohlen sein
Projekt Blue System, nachdem dessen letzte Ver?fentlichungen in den Medien und
vom Publikum nur noch sehr zurueckhaltend wahrgenommen wurden. Am 3. M?z 2006
erschien ein neues Album von Bohlen, das neben zwoelf neuen und sechs alten
Titeln auch die letzte nicht veroeffentlichte Modern-Talking-Single Shooting
Star, und den Titelsong aus Dieter – Der Film, Gasoline, enth?t. Dieter Bohlen
trat 2006 beim rum?ischen Vorentscheid des Eurovision Song Contest 2006 als
Produzent des Duos Indiggo (bestehend aus den Zwillingen Mihaela und Gabriela
Modorcea) und dem Titel Be My Boyfriend an, sie erreichten beim Vorentscheid den
siebten Platz.
Um sich vor einer Zuordnung zu einer bestimmten Musikstilrichtung zu sch?zen,
verwendete Bohlen, meist als Produzent, immer wieder wechselnde Pseudomyme, wie
unter anderen Art Of Music, Dee Bass, Fabricio/Fabrizio Bastino, Howard Houston,
Jennifer Blake, Joseph Cooley, Marcel Mardello, Steve Benson, Ryan Simmons, Eric
Styx, Joseph Cooley, Barry Mason, Michael von Drouffelaar, Atisha, David
Bernhardt oder Projekte wie Mayfair, Monza, Sunday, Foolish Heart, Countdown
G.T.O., Sauerland, Hit The Floor u.v.a.
Im Jahr 2002 wurde Dieter Bohlen neben Thomas M. Stein, Shona Fraser und
Thomas Bug Juror der RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS), in
der er sich mit umstrittenen Kommentaren („Du singst wie ein Gartenzwerg auf
Ecstasy“) pr?entierte. Anfang 2003 nahm er mit den zehn Finalisten von DSDS die
Single We Have a Dream auf, die in Deutschland zur meistverkauften Single des
Jahres wurde. Auch das von Bohlen produzierte DSDS-Album United erwies sich als
kommerziell erfolgreich. Die Zusammenarbeit mit dem DSDS-Sieger Alexander Klaws
und dem DSDS-Dritten Daniel K?lb?k waren kurzzeitig ein gro?r Erfolg, genauso
wie die Zusammenarbeit mit Yvonne Catterfeld. Bohlen unterschrieb Werbevertr?e
mit M?ler Milch, Makro Markt, S.Oliver, O₂, Wiesenhof, der Deutschen Bahn und
Unilever.
Die zweite Staffel von DSDS im Jahr 2004 konnte nicht an den Erfolg der ersten
ankn?fen. Bohlen schrieb dennoch erneut zw?f Lieder fuer ein Album aller
Finalisten namens Magic of Music. Elli Erl, die Siegerin der zweiten Staffel,
wollte nach ihrer von Bohlen geschriebenen Siegersingle This Is My Life nicht
mehr mit Bohlen zusammenarbeiten, weil ihr sein Musikstil nicht gefiel. Im
Herbst 2005 lief die dritte Staffel von Deutschland sucht den Superstar an, die
mit dem Gewinn von Tobias Regner endete, der jedoch ohne Bohlen als Produzenten
oder Songschreiber ins Musikgesch?t einstieg. Bohlen schrieb fuer die dritte
Staffel zum ersten Mal nicht den Siegersong und war auch nicht an der Produktion
des Albums der Finalisten (Love Songs) beteiligt.
Die vierte Staffel von Deutschland sucht den Superstar, die Mark Medlock gewann,
wurde im Fr?jahr 2007 ausgestrahlt. Dieter Bohlen ist das einzige Jury-Mitglied,
das bei allen Staffeln mitgewirkt hat. Abfuerlige Kommentare Bohlens gegen?er
den Kandidaten und gegen Jury-Mitglied Heinz Henn wurden ?fentlich kritisiert.
Auch bei der vierten Staffel wirkte Bohlen nicht an dem Finalistenalbum (Power
of Love) mit; er schrieb jedoch Medlocks Siegersong Now or Never, und
produzierte die Alben Mr. Lonely, Dreamcatcher, Cloud Dancer und Club Tropicana.
Zudem ver?fentlichte Bohlen zusammen mit Medlock die Singles You Can Get It und
Unbelievable.
Die fuerfte Staffel von Deutschland sucht den Superstar begann mit dem Vorsingen
auf Mallorca und Ibiza, um dann in mehreren deutschen St?ten mit tausenden von
Teilnehmern fortgesetzt zu werden. Die neu zusammengesetzte Jury bestand aus
Dieter Bohlen, Anja Lukaseder und Jury-Neuzugang Andreas „B?“ L?ker.
Die sechste Staffel von Deutschland sucht den Superstar lief von Januar bis Mai
2009. Neben Dieter Bohlen sa?n Volker Neum?ler und Nina Eichinger in der Jury.
Zudem produzierte er den Siegertitel mit dem Gewinner Daniel Schuhmacher, der
ein Nummer-eins-Hit wurde.
Die siebte Staffel von Deutschland sucht den Superstar startete im Januar 2010.
Dieter Bohlen, Volker Neum?ler und Nina Eichinger bilden wieder die Jury. Der
Sieger wurde Mehrzad Marashi. Bohlen schrieb und produzierte den Sieger-Song
Don't Believe.
Vom 20. Oktober 2007 bis zum 3. November 2007 sa?Dieter Bohlen neben Ruth Moschner und Andr?Sarrasani in der Jury der RTL-Castingshow Das Supertalent. Im Herbst 2008 und 2009 folgte die zweite bzw. dritte Staffel, diesmal mit Bruce Darnell und Sylvie van der Vaart an Bohlens Seite in der Jury.